Zur DATEV-Community

DATEV Community Archiv

Zurück zur Foren-Übersicht Zurück zum Forum

Geschäftsbericht der Datev: Schuster – Schuhe?

ARCHIV

Sie befinden sich im Archiv der DATEV-Community

Die DATEV-Newsgroup wurde im November 2015 zur DATEV-Community. Diese Seiten sind ein Archiv der Beiträge aus der bisherigen DATEV-Newsgroup. Sie können hier nicht kommentieren oder neue Themen einstellen. Für neue Kommentare oder Beiträge melden Sie sich einfach in der DATEV-Community an.

zur DATEV-Community

    Einträge 1-2 / 2

    Seite 1 von 1

  • Harald Schimmel
    12.07.2011 12:29 Uhr

    Hallo NG,

    hat jemand schon den Geschäftsbericht 2010 der Datev auf www.datev.de angeschaut und auf die Anwendung des BilMoG geachtet?

    Die Datev als e.G. ist nach § 336 Abs. 2 HGB u.a. auch zur Einhaltung der Vorschriften nach den §§ 265 bis 289 HGB verpflichtet. Hierunter fällt natürlich auch der § 266 HGB, der durch spezielle Vorschriften zur Bilanz (§ 337 HGB) noch etwas abgewandelt werden muss. Nicht betroffen hiervon ist aber der § 266 Abs. 2 A I 2 HGB.

    Bei der Erstellung des Jahresabschlusses der Datev (durch die Datev) hat wohl jemand nicht die neueste von der Datev bereitgestellte Zuordnungstabelle/Gliederungsschema benutzt, sonst wäre der Lapsus wie er in der Bilanz unter Aktiva A I 1 ausgewiesen ist wohl nicht passiert. Durch das BilMoG wurden hier zwei (zur Klarheit beitragende) Worte eingefügt. Die Worte "entgeltlich erworbene" sollen den Gegensatz zu den "selbst erstellten" gewerblichen Schutzrechten ..... klar herausstellen.

    Datev arbeitet aber anscheinend auch nicht mit Variablen, wie ich sie aus dem Datev-Programm Abschlussprüfung kenne. Variable sind eigentlich eine feine Sache, denn man vermeidet Fehlerquellen oder wenn sich eine Variable ändert (z.B. Umfirmierung), wird sie im ganzen Jahresabschluss einheitlich umgestellt. Im Anlagenspiegel (Anhang) der Datev hat man also die Variable Postenbeschriftung von Aktiva A I 1 nicht übernommen, denn der Text weicht von der Postenbeschriftung in der Bilanz ab und es fehlen auch hier die "zwei Worte".

    Ach, es ist doch herrlich, dass dem "großen Bruder" auch mal so was passiert. Ich kann mich noch an die Zeiten des BiRiLiG (1985?!) erinnern, das eine ähnlich große Veränderung für die Bilanzersteller wie das BilMoG gebracht hat. Die von mir damals erstellten Jahresabschlüsse möchte ich mit meinem Wissen von heute nicht mehr auf einen Lapsus untersuchen, denn hier würde ich wahrscheinlich Böcke finden.

    Mfg
    H.S.

  • Roman Franke
    15.07.2011 10:10 Uhr

    Sehr geehrter Herr Schimmel,

    vielen Dank für Ihren Hinweis im DATEV-Forum zum Geschäftsbericht 2010.

    Selbstverständlich ist die DATEV nach § 336 Abs. 2 HGB zur Einhaltung der Vorschriften nach den §§ 265 bis 289 HGB über den Jahresabschluss und Lagebericht verpflichtet. Dies betrifft auch das Gliederungsschema nach § 266 HGB. Im Hinblick auf die Bezeichnung der immateriellen Vermögensgegenstände muss nach den Vorschriften des BilMoG unter dem Posten A. I. richtigerweise eine Unterscheidung hinsichtlich selbst geschaffener und entgeltlich erworbener Vermögensgegenstände erfolgen.

    Im geprüften, von der Vertreterversammlung der DATEV eG festgestellten und im elektronischen Bundesanzeiger offengelegten Jahresabschluss 2010 ist dies auch so beachtet worden. Dort findet sich auch die korrekte Postenbezeichnung.

    Lediglich im daraus abgeleiteten Geschäftsbericht ist durch ein Versehen die Vorjahresbezeichnung übernommen worden.

    Wir bitten diesen Druckfehler im Geschäftsbericht 2010, der bislang noch nicht aufgefallen ist, zu entschuldigen und bedanken uns sehr herzlich für Ihren Hinweis.

    Mit freundlichen Grüßen
    DATEV eG
    Roman Franke

    Assistent Vorstand Finanzen und Einkauf | DATEV eG | V-D
    Paumgartner Str. 6-14 | 90329 Nürnberg
    E-Mail roman.franke@datev.de | Internet www.datev.de