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    Einträge 1-12 / 12

    Seite 1 von 1

  • Ingried Schönfelder-Köstler
    13.10.2012 15:36 Uhr

    Hallo Newsgoup,

    sofort habe ich mich interessiert über den neuen Kontenrahmen 2012 für Privatpersonen. (ab DVD 5,0)

    Meine Hoffnungen gingen dahin, für umfangreiche Einkommensteuererklärungen, die Vorgänge im vertrauten Rewe Pro zu erfassen und im ESt- Programm punktgenau die Werte vorzufinden.

    Laut Programmbeschreibung können USt-Voranmeldungen und eine Privat-BWA erstellt werden.

    Aber mit dem ESt-Programm hat der SKR 97 nichts zu tun? Der Kontenrahmen kommt von Private Vermögensanalyse.

    Meine Anfrage im Servicecenter und durch die Sachbearbeiterin auch in der Fachabteilung ESt wurde sehr zurückhaltend aufgenommen. In diese Richtung ist nichts geplant!

    Meine Erwartungen gehen aber dahin, die sehr umfangreichen Belege von anspruchsvollen ESt-Mandanten
    einfach, übersichtlich und auch gut änderbar zu erfassen und die Steuererklärung ist als "Abfallprodukt"
    bereits gefüllt. Dabei denke ich vor allem an V.u.V. Objekte.

    Wenn es möglich ist aus Rewe eine E-Bilanz zu erstellen, ist es doch auch möglich die entsprechenden
    Kennziffern des ESt-Programmes oder Ges. und einheitliche Feststellung anzusteuern? Automatisiert ohne
    bei jedem Mandanten das Rad neu zu erfinden.

    Wer kann mir helfen die ESt-Erklärung, insbesondere auch im V.u.V. Bereich,effektiver zu erledigen?

    Vielen Dank

    Ingried Schönfelder-Köstler

  • De De
    15.10.2012 07:58 Uhr

    Hallo Frau Schönfelder-Köstler,

    gibt es für diese Fälle nicht das "Einkommensteuer-Belegbuchungen"?

    MfG
    De De

  • Ingried Schönfelder-Köstler
    16.10.2012 13:19 Uhr

    Hallo Newsgroup,
    liebe ? DeDe,

    das Einkommensteuer-Belegbuchung ist ein Programm von anna dazumals.
    Auswertungen gibt es nur über Steuererklärung und die Erstellung der USt-VA ist nicht
    möglich. Ich stelle mir eine wesentlich komfortabelere Arbeit vor und ich möchte in diesem
    Zusammenhang auch Bankbuchen in Rewe nutzen.

    Ich bin neugierig wie sich die Datev dazu äußert.


    Liebe Grüße

    Ingried Schönfelder-Köstler

  • Gerti Schroedi
    16.10.2012 21:04 Uhr

    Sehr verehrte Frau Schönfelder-Köstler,

    in 2000 habe ich auf einem Lehrgang in Bad Herrenalb bei einem gerüttelt Maß Bananen darüber sinniert, Mandanten vollständig durchzubuchen.
    Nun hat die DATEV einen entsprechenden Kontenrahmen vorgelegt.
    Schlanke 12 Jahre.

    Für ESt sind bei der DATEV rund 40 Personen ganzjährig mit der Entwicklung beschäftigt. Sie machen die Einkommensteuer und die Feststellungserklärungen. Ach, ja und den besonders bedeutenden Lohnsteuerermäßigungsantrag.
    REchnungsWEsen geht gesondert und hat vom Programm her nichts mit der gesamten Steuerschiene zu tun.
    Insofern suchen Sie echte REWE-Kapazitäten in ESt systembedingt vergebens.

    Aber das eigentliche Problem liegt in der Finanzverwaltung:

    Während Sie zu Beginn des Jahres 2012 Ihre vollständigen, persönlichen Buchhaltungen durchbuchen, kümmern sich die förderalen Formulargestalter um wichtigeres.
    Das muß so sein, denn aktuell sind erst die "vorläufig endgültigen" maschinell lesbaren Einkommensteuer-Formulare 2012 von der OFD-Karlsruhe freigegeben worden.

    Das hat denklogisch zwingend zur Folge, dass zum Jahresbeginn 2012 noch nicht bekannt sein kann, welche Konten zusätzlich erforderlich sind oder welche steuerlichen Sachverhalte gesondert in den jeweiligen steuerlichen Anlagen Feldbezogen deklariert werden sollen.
    Ergo befinden Sie sich mit Ihrem verständlichen Wunsch in einem nicht lösbaren Zirkelschluss.

    Aber, warten wir noch einmal 12 Jahre?
    Auch die Finanzverwaltung lernt dazu.

    Eine angenehme Woche.

    Gerti

  • Christian Wielgoß
    10.11.2012 07:31 Uhr

    Hallo Frau Schönfelder-Köstler.

    kennen Sie die Programmverbindung "Zuordnung zu ESt-Sachverhalten" in Kanzlei-Rechnungswesen pro?

    Diese Funktion finden Sie in den Eigenschaften zum Belege buchen in der Kategorie Buchungssatz | Buchungserfassung.

    Klicken Sie einfach auf den Texteintrag nebem dem Kontrollkästchen und werfen Sie im erscheinenden Dialogfenster einen Blick auf die Hilfe-Funktion. Dort werden die Erfassungsmöglichkeiten detailliert erklärt.

    Besonders interessant finde ich die Möglichkeit, die Kostenstellenfelder für die Zuordnungssteuerung nutzen zu können (z. B. Kost1 für die Objektzuordnung bei V.u.V.). Das geht auch, wenn Sie die Kostenrechnung pro bei sich nicht im Einsatz haben. Dadurch ist es auch möglich, Auswertungen (Arbeitskonto) im Kanzlei-Rechnungswesen pro-Layout objektbezogen auszugeben, zum Beispiel Konto für Mieteinnahmen in der Musterstraße 7. Erfasste Werte können an das Steuerprogramm weitergeben werden.

    Sie erwähnten auch die Nutzung elektronischer Bankkontoumsätze. Wenn Sie die Kostenstellen-Variante nutzen, lassen sich hier wie bei den "echten" Buchführungen die gewohnten Meachanismen (Buchungsvorschlag, Lerndatei) nutzen.

    Viele Grüße

    Christian Wielgoß

  • Wolfgang Pflaumer
    23.11.2012 16:14 Uhr

    Sehr geehrte Frau Schönfelder-Köstler,

    Sie beschreiben in wenigen Worten sehr treffend den idealen Workflow vom unterjährigen Buchen bis zur Steuererklärung. DATEV hat mit dem Kontenrahmen für Privatpersonen (SKR 97) einen Baustein dazu bereitgestellt. Dieser Kontenrahmen soll im Rahmen des vertrauten Kanzlei-Rechnungswesens die Abbildung aller Vorgänge eines Privathaushalts ermöglichen und konnte sich deshalb nicht wie die spezielle Einkommensteuer-Belegbuchung an den Formularen orientieren. Für Deklarationszwecke steht in Kanzlei-Rechnungswesen, wie es auch Herr Wielgoß darlegt, die Funktion "Zuordnung zu ESt-Sachverhalten uneingeschränkt zur Verfügung. Bei dieser Programmverbindung ist es, verglichen mit der reinen Nutzung der Einkommensteuer-Belegbuchung, nicht möglich automatisch Formularzeilenzuordnungen anzubieten. Unser Bestreben ist es, zum einen eine bessere Überführung der gebuchten Daten in die Steuererklärung zu erreichen, zum anderen aber auch, die Buchführung unisono mit einer modernen Lösung zur betriebswirtschaftlichen Beratung und Begleitung des Privatbereichs Ihrer Mandanten zu verknüpfen.

    Mit freundlichen Grüßen aus Nürnberg

    Wolfgang Pflaumer
    DATEV eG

  • Marco Hüwe
    05.12.2012 13:45 Uhr

    Hallo Herr Pflaumer,

    wir wollen auch für diverse Mandanten vom offensichtlich auslaufendem Programm "EST-Belegbuchung" hin zu Kanzlei-Rewe wechseln. Dies betrifft bei uns im Regelfall "Privatpersonen", die im System EO Comfort als ebensolcher Mandantentyp (Typ 1 = natürliche Person) angelegt sind.

    Sehe ich das richtig, dass ich nun all´ diese Mandanten auf den Typ2 (Einzelunternehmen, Freiberufler) ändern muss, nur damit ich die Leistung Buchführung dort anlegen und mit der SDV-Nummer verknüpfen kann?

    Oder ist von DATEV vorgesehen, z.B. Buchhaltungen mit dem neuen SKR 97 als anwendungsspezifischen Fall anzulegen?

    Mir scheint hier die Regel, welcher Mandantentyp welche Leistungen haben darf, etwas zu eng ausgelegt zu sein...

    Mit freundlichen Grüßen
    Marco Hüwe

  • Sigrid-Liane Tamas
    11.12.2012 08:38 Uhr

    Hallo Herr Hüwe,

    das Programm DATEV ESt Belegbuchung wird Ihnen auch weiterhin angeboten. Ziel war es, mit der ersten Stufe einen Kontenrahmen für den Privatbereich mit unserer Software für das betriebliche Rechnungswesen zum Einsatz zu bringen. Damit gilt vorläufig noch die von Ihnen genannte Einschränkung, nach der für natürliche Personen keine Leistung Buchführung zulässig ist. Das Szenario der Privatbuchführung für natürliche Personen, die nicht zugleich als Einzelunternehmer oder freiberuflich tätig sind, haben wir in unsere Produktplanung aufgenommen.

    Mit freundlichem Gruß

    Sigrid Tamas
    Service Einkommensteuer | ESt Belegbuchung

  • Thomas Rößler
    02.01.2013 13:25 Uhr

    Sehr geehrte Frau Tamas,

    die Antwort auf die Frage von Herrn Hüwe kann ich noch nicht erkenne.
    Ist es richtig, dass die Mandantentypen für die Anwendung des SKR97 auf Typ 2 umzustellen sind, oder gibt es noch eine andere Möglichkeit?

    Vielen Dank und Viele Grüße

    Thomas Rößler

  • Marco Hüwe
    02.01.2013 14:13 Uhr

    Hallo Herr Rößler,

    ich habe die Stellungnahme so interpretiert (es wurden ja die DATEV-typischen Schlüsselwörter "erste Stufe", "vorläufig" und "Produktplanung" genutzt....):

    1.) ja - alle Mandanten auf Typ 2 umstellen

    oder

    2.) nein - dafür für die Buchführung den Mandanten unter einer neuen/zusätzlichen Mand.Nr. mit Typ 3 anlegen (=Mandant doppelt vorhanden)

    oder

    3.) Sie lösen sich von der Mandantennummer und legen anwendungsspezifische Fälle in der Geschäftsfeldübersicht Buchführung an (und finden Sie hoffentlich später auch wieder....)

    Mir persönlich gefällt dabei keine der möglichen Lösungen.

    Da wir über die EST-Belegbuchung immer nur reine VuV-Fälle abgebildet haben, würden wir uns in Kanzlei-Rewe zum SKR 97 noch folgende Ergänzung wünschen:

    - vordefiniertes KOST-System, in dem jede Kostenstelle der bisherigen Objekt-Nummer aus EST-Belegbuchung entspricht (= 1 Mietobjekt)
    - dazu angepasste BWA, die eine "Hausertragsrechnung" abbildet (analog Anlage V in der ESt-Erklärung, ohne die sonstigen Einnahmen/Ausgaben)
    - entsprechend angepasster BAB inkl. Chefübersicht mit kumulierten Werten


    Mit freundlichen Grüßen
    Marco Hüwe

  • Thomas Rößler
    03.01.2013 17:29 Uhr

    Hallo Herr Hüwe,
    danke für die Info.
    Naja warten wir die weiteren Entwicklungen ab.
    Viele Grüße
    Th Rößler

  • Maximilian von Wussow
    31.07.2015 14:00 Uhr
    Zitat von Wolfgang Pflaumer

    DATEV hat mit dem Kontenrahmen für Privatpersonen (SKR 97) einen Baustein dazu bereitgestellt. Dieser Kontenrahmen soll im Rahmen des vertrauten Kanzlei-Rechnungswesens die Abbildung aller Vorgänge eines Privathaushalts ermöglichen

    Bei der Aussage muss ich aber schon sehr schmunzeln. Abgesehen von Bereich V+V und Kapitalvermögen kümmert sich der SKR 97 um fast gar nichts, was an Vorgängen eines Privathaushalts üblicherweise vorhanden ist. Das fängt bei einigen Einnahmen an. Beispielsweise lassen sich Kindergeld, eine Unterscheidung eines pauschalierten Minijobs (individuell versteuert könnte er in 6410 erfasst werden), Einnahmen nach §3 Nr. 26/26a EStG, ... nur über eine "manuelle" Verwendung der Konten 6680 bzw. 6690 vornehmen. Mit jeweils 9 freien Nachbarkonten lässt sich da auch nicht furchtbar viel individualisieren. Bei den Ausgaben sieht es noch viel schlimmer aus. Der wesentliche Teil der privaten Buchführung (selbst gemacht oder in der umfangreichen Dienstleistung für Mandanten) besteht doch in der Aufschlüsselung der Ausgaben (a.k.a. "Haushaltsbuch", bei Zusammenspiel von Bankkontoumsätzen und Lerndatei ein Traum, bei elektronischer Erfassung durch den Mandanten sogar für Barausgaben). Hierfür könnte sogar eine ganze Kontenklasse eng werden. Aber der SKR 97 handelt das lapidar mit einem Konto (7650 Ausgaben für Lebenshaltung) ab. Ein paar wenige Dinge (wie Miete/Eigene Wohnung oder die Ausgaben zu den aufgeschlüsselten Einnahmekonten) lassen sich abbilden, aber schon beim Thema Spenden blickt man in eine große Leere.

    Die große Kraft des SKR würde sich erst dann erfüllen, wenn man mit verschiedenen BWA-Formen (ggf. individualisiert, aber dafür müssten die Konten eben standardmäßig existieren) z.B. zwischen einer (primitiven) ESt-Berechnung (was wird ungefähr als zvE entstehen? wie viel Luft gibt es noch zum Spenden vor Ablauf des Jahres? an welcher Stelle sind steuerfreie Freibeträge noch nicht ausgeschöpft? ...), einer Darstellung in Anlehnung an Destatis bezüglich Einkommen und Konsum (= "Branchen"vergleich; auch: wo kommt das Geld her?, wo geht es hin? wofür wird es ausgegeben?) oder verschiedenen Ansichten einzelner Bereiche (z.B. reine V+V Darstellung wurde ja schon angesprochen) gewechselt werden könnte. Und natürlich eine tatsächliche Übertragung ins ESt-Programm nach Ablauf des Buchungsjahres. Für die EÜR geht die Zusammenarbeit der Fachbereich doch auch. Dass bei einer Privatbuchhaltung nicht alles punktgenau getroffen werden kann, gerade weil sich ein Gesetzgeber auch mal sehr spät neue Dinge überlegt, muss ja gar nicht das große Problem sein, denn manches möchte man in der ESt auch über individuelle Anlagen darstellen. Doch für die Problemstellen könnte es Übertragungsprotokolle geben, die man dann noch durchgeht. Mit einem passenden Kontenrahmen, der eben doch auch wenigstens auf die typischsten steuerlichen Sachverhalte eingeht, hätte man dann wenigstens die Zahlen schon passend beisammen und müsste sich nicht noch mal das gesamte Zahlenwerk vornehmen.

    In der jetzigen Form hat der SKR 97 so viele Lücken, dass man, selbst wenn man die noch leere 8er-Klasse für Ausgaben nutzen würde, eigentlich einen komplett individuellen Kontenplan erstellen könnte. Und damit ist der SKR 97 eigentlich weit hinter dem zurück geblieben, was er eigentlich leisten könnte.