Zur DATEV-Community

DATEV Community Archiv

ARCHIV

Sie befinden sich im Archiv der DATEV-Community

Die DATEV-Newsgroup wurde im November 2015 zur DATEV-Community. Diese Seiten sind ein Archiv der Beiträge aus der bisherigen DATEV-Newsgroup. Sie können hier nicht kommentieren oder neue Themen einstellen. Für neue Kommentare oder Beiträge melden Sie sich einfach in der DATEV-Community an.

zur DATEV-Community

    Einträge 1-6 / 6

    Seite 1 von 1

  • Ingried Schönfelder-Köstler
    01.11.2012 12:40 Uhr

    Hallo Newsgroup,

    jetzt versuche ich es mal beim wirklich übersichtlichen Forum Wirtschaftsberatung.

    Vielen Dank, aus der Vermögensanalyse kommt der neue SKR 97 für Privatpersonen.
    M. E. eine sehr gute Möglichkeit umfangreiche ESt-Mandanten mit Unternehmereigenschaft im V.u.V.- Bereich komfortabel zu buchen und Auswertungen (BWA) zu erhalten.

    Aber...., die nunmehr erfassten Daten werden nicht mit Vorbelegung vom Programm für die ESt-Erfassung vorbereitet. Das wäre meine Idee: komfortable Erfassung in Rewe und am Jahresende landen die ermittelten Daten in der ESt. Ohne Medienbruch!

    Meine Nachfrage über den Teamservice bei Einkommensteuer: Es ist nichts geplant bzw. der Bearbeiter wußte gar nichts vom SKR 97 und nimmt meine Anregung in die Wunschliste auf.

    Oder mein Diskussionsbeitrag im Forum Einkommensteuer: Auch uninteressant für die Anwender, kein Kommentar von Datev.

    Denke ich so unorthodox? Vielleicht bekomme ich hier Feedback.

    Vielen Dank

    Ingried Schönfelder-Köstler

  • Wolfgang Pflaumer
    23.11.2012 16:16 Uhr

    Sehr geehrte Frau Schönfelder-Köstler,

    Sie beschreiben in wenigen Worten sehr treffend den idealen Workflow vom unterjährigen Buchen bis zur Steuererklärung. DATEV hat mit dem Kontenrahmen für Privatpersonen (SKR 97) einen Baustein dazu bereitgestellt. Dieser Kontenrahmen soll im Rahmen des vertrauten Kanzlei-Rechnungswesens die Abbildung aller Vorgänge eines Privathaushalts ermöglichen und konnte sich deshalb nicht wie die spezielle Einkommensteuer-Belegbuchung an den Formularen orientieren. Für Deklarationszwecke steht in Kanzlei-Rechnungswesen, wie es auch Herr Wielgoß im Forum "Steuerberechnung und Steuererklärung" zum gleichen Thema darlegt, die Funktion "Zuordnung zu ESt-Sachverhalten uneingeschränkt zur Verfügung. Bei dieser Programmverbindung ist es, verglichen mit der reinen Nutzung der Einkommensteuer-Belegbuchung, nicht möglich automatisch Formularzeilenzuordnungen anzubieten. Unser Bestreben ist es, zum einen eine bessere Überführung der gebuchten Daten in die Steuererklärung zu erreichen, zum anderen aber auch, die Buchführung unisono mit einer modernen Lösung zur betriebswirtschaftlichen Beratung und Begleitung des Privatbereichs Ihrer Mandanten zu verknüpfen.

    Mit freundlichen Grüßen aus Nürnberg

    Wolfgang Pflaumer
    DATEV eG

  • Ingried Schönfelder-Köstler
    27.11.2012 10:55 Uhr

    Hallo Herr Pflaumer,

    vielen Dank für die positive Rückmeldung und die Weiterführung meiner Idee.

    Aber an der Reaktion nämilich keine, merke ich, meine Vorschläge finden keine Resonanz.

    Bitte machen Sie in dieser Richtung weiter. Eventuell werden dann auch die Programmentwicklung Einkommensteuer aufwachen. Denn die bisherige, umständliche Art kann nicht die Zukunft sein.

    In Erwartung von positiven Änderungen


    Alles Gute

    Ingried Schönfelder-Köstler

  • Ingo Theege
    12.12.2012 17:31 Uhr

    Guten Tag,

    gibt es Infomationen was zur Zeit mit dem SKR97 möglich ist bzw. welche Erweiterungen vorgesehen sind?

    Habe leider nur den SKR97 als Download gefunden.


    Gruss Ingo Theege.

  • Ingried Schönfelder-Köstler
    27.09.2015 11:18 Uhr

    Hallo Forum,

    nach 3 Jahren melde ich mich zum gleichen Thema.
    Was ist aus der Idee SKR 97 geworden?

    Wahrscheinlich in der Schublade verschwunden.

    Über eine Nachricht würde ich mich freuen.

  • C. H.
    28.09.2015 09:07 Uhr

    Was die Verbuchung von privaten Sachverhalten angeht, also quasi eine Buchführung zur Einkommensteuer, bin ich hin- und hergerissen. Die Idee, Sachverhalte zu erfassen und dann quasi eine fertige Steuererklärung zu haben, reizt natürlich.

    Aber wie sieht es in der Praxis aus?

    1) Einkünfte aus Kapitalvermögen: Heutzutage geht es darum, die Steuerbescheinigung der jeweiligen Bank zu erfassen und zu berücksichtigen. Die Steuerbescheinigung wiederum kumuliert alles das, was unterjährig angefallen ist - über alle möglichen Konten hinweg. Wenn dann noch ein Depot dazu gehört, dann viel Spaß beim unterjährigen Buchen, so dass am Ende die Werte der Steuerbescheinigung herauskommen. Das dürfte ein großer Aufwand sein. Eine automatische Übernahme von gebuchten, KapV-relevanten Werten in die Steuererklärung macht für mich wenig Sinn.

    2) Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung: Je Mietobjekt haben wir es mit einer eigenen Anlage V zu tun. Die automatische Übernahme von VuV-relevanten Sachverhalten würde also neben den Konten eine weitere Differenzierung notwendig machen - ähnlich wie bei gesellschafterbezogenen Buchungen im Bereich der Kapitalkontenentwicklung von Personengesellschaften haben wir es hier mit objektbezogenen Sachverhalten zu tun.

    3) Belege zur Steuererklärung: Irgendwann einmal werden wir mit Belegen ja nichts mehr zu tun haben, wenn sich alle Träume in der Finanzverwaltung und anderenorts erfüllen. Bis dahin haben wir es mit einer Belegflut zu tun, die geordnet abgelegt und verarbeitet werden muss. Erhaltungsaufwendungen gehören - je Objekt gebündelt - zusammen usw. Das ist eine Arbeit, die keine Programmschnittstelle leisten kann. Hier ist also in jedem Fall Handarbeit notwendig.

    Ich denke, dass DATEV mit ESt-Belegbuchung eine Lösung für jene hat, welche unbedingt den Weg einer Übernahme aus Software nutzen wollen. Wir nutzen es nicht.

    Bei uns werden "große" Mandanten, die VuV haben und buchen lassen (sehr wenige, meist buchen sie selbst oder nutzen Hausverwalter mit ähnlichen Dienstleistungen) in Kanzlei Rechnungswesen gebucht. Genutzt wird bewusst der SKR 03, da die Mitarbeiter im SKR 03 zuhause sind. Die Belege gehen unterjährig zurück an den Mandanten, Kopien für das Finanzamt werden geordnet abgelegt. Die Werte lt. jeweiligen Sachkonten werden zum Zeitpunkt der Steuererklärung, wenn alles vorliegt (also auch die Steuerbescheinigungen), in die entsprechenden Anlagen übertragen (teilweise halbautomatisch über individuelle Anlagen mit entsprechender Feldübernahme). Das manuelle Übertragen dient auch ganz bewusst noch einmal der Kontrolle der unterjährig angefallenen Belege.

    Meines Erachtens ist das Erstellen der Einkommensteuererklärung ein Vorgang, der über das Erfassen von "Geschäftsvorfällen" deutlich hinaus geht und wo eine automatische "Schnittstelle" wenig bringt, da die Würdigung von Vorfällen, bzw. auch die komplette Verarbeitung und Bearbeitung oft zeitlich erst viel später erfolgen kann.

    Lange Rede, kurzer Sinn: ich kann gut verstehen, dass die DATEV in dieses Thema nicht ganz viele Energien steckt.