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SSD Festplatten im Server - Stabilität ?

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    Einträge 1-15 / 32

    Seite 1 von 3

  • Thomas Hollmann
    16.09.2013 12:05 Uhr

    Hallo Newsgroup,

    wer hat Erfahrungen mit SSD-Festplatten im Serverbetrieb?

    (Die letzten Beiträge sind aus den Jahren 2010/2011.)

    Ich plane im Raid 5 folgende 4 Festplatten "300GB Solid State Drive SATA Read Intensive MLC 3Gpbs 2.5in Hot-plug Drive,3.5in HYB CARR - Limited Warranty ". Als Controller ist vorgesehen: "PERC H710p Integrierter RAID-Controller 1GB NV Cache".

    Die Zugriffswerte sind traumhaft, aber ich habe Zweifel an der Stabilität. Vom April 2012 habe ich einen Internet-Beitrag gefunden: "Die einzelnen Speicherblöcke einer SSD lassen nur eine begrenzte Anzahl an Schreibvorgängen zu, ihre Lebensdauer ist also begrenzt. Aus diesem Grund haben SSDs spezielle Controller, die die Schreibvorgänge gleichmäßig auf die Speicherblöcke verteilen."

    Solche Beiträge wecken bei mir Zweifel am Einsatz von SSD in Servern. Wer hat praktische Erfahrungen?

    Ich freue mich auf Ihre Nachrichten.

    Viele Grüße

    Thomas Hollmann

  • Ralph Maier
    16.09.2013 12:16 Uhr

    Hallo Herr Hollmann,

    ich betreibe eine Quasiserver mit zwei SSD-Platten im Raid (maximal vier Arbeitsplätze parallel im Zugriff) und was soll ich sagen: Ich würde es jedem empfehlen. Wie sich die SSD jedoch im "Vollserverbetrieb" schlagen, kann ich nicht beurteilen.

    Schnelligkeit, Zugriffszeiten, Stabilität und an sich geräuschloser Betrieb des Quasiserver (welcher direkt neben meinem Ohr steht) sind schon deutliche spürbare Vorteile. Auch mit unserer Vollauslastung sind keine Einbußen an der Performance zu erkennen.

    Ein Auszug noch aus einem Artikel, der stellvertretend, auch für andere steht, da ich mir über die Lebensdauer ebenfalls Gedanken mache:

    "Je nach Bauart hält eine SSD-Zelle nur garantierte 5000 bis 10.000 Schreibvorgänge, vergleichbar mit Flash-Speicherkarten und USB-Sticks. Verschiedene Tests zeigen aber, dass Sorgen um eine allzu kurze Lebensdauer einer SSD unbegründet sind. Die SSD-Platten hielten in der Praxis mehrere Millionen Schreibvorgänge aus. Selbst unter verschärften Bedingungen, bei denen spezielle Testprogramme die SSD-Speicher immer wieder vollschrieben, um die Lebensdauer künstlich zu verkürzen, konnten die Chips nicht nennenswert beschädigt werden. Werden die Daten nur gelesen, halten SSDs sogar länger als herkömmliche HDD-Platten, da sie ohne mechanische Verschleißteile auskommen."

    Hoffen wir, dass es so ist. In ein bis drei Jahren bin auch ich klüger, aber dann steht insofern sowieso wieder ein "Upgrade" ins Haus.

    Viele Grüße, R.Maier

  • Teovia B.
    20.09.2013 08:41 Uhr

    SSDs sind toll. Nicht nur im Server. Die eingesparte Wartezeit auf irgendetwas dürften die Kosten für einen häufigeren SSD-Austausch schnell amortisieren.

  • Thomas Hollmann
    20.09.2013 15:47 Uhr

    Hallo Teovia B.,

    mit welchen Austauschzyklen sollte ich im Dauerbetrieb (SQL-Datenbanken) rechnen?

    Wie stelle ich Defekte fest? Nur durch einen SSD-Komplettausfall?

    Ich habe Zweifel, ob sich das Raid 5 in der Praxis problemlos aufbaut.

    Viele Grüße

    Thomas Hollmann

  • ein Admin
    20.09.2013 21:52 Uhr

    Client- Server, ein Dutzend Arbeitsplätze Win 7, 64

    Was ist davon zu halten, ein bestehendes S- ATA- RAID 1 System auf dem Server durch ein RAID 1 mit zwei Samsung SSD 840 Pro zu ersetzen? Sollte bei der Aktion auch das RAID 1 von C:\ auf dem Server durch zwei Samsung SSD 840 Pro ersetzt werden?

    Kostenpunkt 800 EUR für die 4 Platten...

    Welche Risiken und Nebenwirkungen sind im Vergleich zu herkömmlicher Hardware denkbar?


    Was für Auswirkungen sind für den Anwender spürbar?

    Insbesondere heute das Problem der langen Reaktionszeiten beim Dokumente erstellen über die digitale Dokumentenablage, BiBer aktuallisieren, ReWe- Bestandsmanager, der die komplette Kanzlei beim Einspielen lahm legt usw.

  • Teovia B.
    20.09.2013 23:55 Uhr

    Sorry, mit allzu tiefgreifenden Infos kann ich nicht dienen. Ich hatte die SSD-Umstellung mit einem Systemberater besprochen, der meinte SSDs kein Thema mehr, kann man machen. Wohlgemerkt der gleiche Systemberater der uns im Zuge der Pro-Umstellung ein Jahr vorher Hardware mit HDs verkauft hatte, was ich im nachhinein nicht nachvollziehen kann. Ferraris die mit angezogener Bremse verkauft werden. Der Perfomancegewinn ist unglaublich, alles was vorher ewig gedauert hat, geht jetzt rasend schnell. Der komplette Arbeitsplatz startet mittlerweile so schnell wie früher ein Browser. Das einzige was hinkt, ist die Dokumenterstellung und dabei weiss ich mit Sicherheit, dass das nicht an uns liegt. Hier muss Datev nachbessern.

    In Puncto Dateinintegrität verlasse ich mich auf das Datev-DB-Tool in der Hoffnung, dass das gute Dienste verrichtet. Bei SSDs hab ich schon erlebt, dass z.T. alles mit dem Controller steht und fällt. Da ist es hilfreich, vorher Reviews auf Amazon zu lesen. Wenn die technische Entwicklung so weitergeht, können unsere Rechner noch mindestens 5 Jahre mithalten - alle paar Jahre in neue SSDs zu investieren, ist da wohl das kleinere übel. Selbst ein komplettes Server-Image bzw. die Wiederherstellung dauert übers Netzwerk nicht mehr allzu lange.

    PS Auch Datev-Updates inkl. DB-Anpassungen flotter als es dem Admin liebt ist ;)

  • Teovia B.
    21.09.2013 00:02 Uhr

    Nachtrag: Wir sind jetzt knapp ein Jahr live.

  • Sebastian Festing
    04.10.2013 15:59 Uhr

    Hallo,

    SSDs in Client ist gar kein Problem... aber hat nun jemand ausgiebe Erfahrung mit SSDs im File(SQL)-Server? bzw. den Controllern? Ich werf mal "TRIM" in den Raum.

  • P. Markus
    07.10.2013 15:18 Uhr

    Hallo Newsgroup,

    wir betreuen nur größere Kanzleien mit Terminalserver und ausfallsicheren Cluster Systemen.
    Aufgrund von performancen Problemen, besonders nach der Umstellung der Dokumentenverwaltung und bei mehr als 100.000 Doumenten habe wir die Storagesysteme auf SSD Platten umgestellt. Die Performancenverbesserung ist hervorragend.
    Allerdings sollten die Storage Systeme die SSD Platten auch professionell Verwalten, d.h. die Platten entsprechend beschreiben und auch über einen Warnlevel verfügen, wann die Platten getauscht werden sollten.

    Viele Grüße
    Markus

  • Hansen Hans
    25.01.2014 16:42 Uhr

    Irgendwie gibt es keine brauchbare Erfahrung.
    Die Hd. Dreht ja jetzt mit über 15500.
    Toshiba SSD mit den doppelten Raten.
    Mein Ziel ist aufklappen wie browser.
    Platten nach 3 Jahren austauschen wäre mir aber
    Zu heftig.
    Was ist denn nun mit trim. Wird alles nach 2 Jahren
    Langsamer.
    Was musste man investieren
    Danke

  • inistrator Admin
    28.01.2014 09:55 Uhr

    Also die Geschwindigkeit der Umdrehung ist nicht so wichtig. Viel wichtiger ist da eher der Cache der HDD.

    Was die Zuverlässigkeit angeht. Die ersten SSD Generationen, welche TRIM nur nachgeliefert bekommen haben, zicken hier und da etwas rum. Bei derzeitigen Systemen mit aktuellen SSD´s sind mir noch keine Beschwerden aufgefallen. Es kommt auch drauf an wie auf SSD umstellen wollen.

    100% / 50% / 25%.

    Bei 25% wird nur das Windows System installiert, also hochfahren und beenden werden "beschleunigt.

    bei 50% kommen dann Office und einige kleine Programme auf den SSD´s zum Einsatz. Das öffnen und schließen von Word ist dann nach ca. 1-1,5 sek abgeschlossen (statt 2-3).

    Bei 100% wandert halt alles auf die SSD.

    -----

    Ob ihre Platte sei es SSD oder HDD nach 2-3 oder erst nach 5-10 Jahren ausfällt, kann Ihnen kein Admin sagen. Das hängt von sehr vielen Faktoren und der einzelnen SSD ab. Wir hatte schon im Desktopbereich SSD´s die nach nur 1 Jahr so langsam wurden das sie getauscht wurden. Die neue (gleiches Modell) läuft seitdem (2010) Nonstop ohne Einbrüche.

    Im Produktivbereich mit Sicherheit würde ich ab einer Intel 530 (480GB) anfangen, das ganze im Raid 1 evtl in doppelter Ausführung. Also minimum 720 inkl St

  • Hans Hansen
    01.02.2014 07:50 Uhr

    Vielen Dank admin
    mir gehr es um das öfffnen des Datev
    Arbeitsplatzes und der Geschwindigkeit
    Datev Programme.
    Mein Datev Partner meint es bringt nichts
    weil die Programme schlecht laufen.
    Porsche mit Anhänger sozusagen.

  • Admin inistrator
    03.02.2014 14:01 Uhr

    Der Vergleich mit dem Porsche scheint mir sehr gut. Vielleicht etwas hart aber doch sehr Realitätsnah.

    Das Problem liegt hier nicht an der SSD sondern am Konzept des Arbeitsplatzes und den Datevprogrammen, beide greifen sehr stark (wie sollte es anders sein) auf die SQL-Datenbank zu. Auch wenn Sie eine SSD einsetzen, einen vorteil von ca. 0,6 - 1,2 Sek wäre hier das höchste der Gefühle der Beschleunigung. Office, 3-Programme (Adobe, SV-net etc) bekommen einen ordentlichen Schub.

    Datev direkt müsste hier auf ein vielleicht MS ähnliches Prinzip setzen (jeder Mandant - 1 Datei) doch das wäre auch sehr Ressourcenintensiv. Wer wechselt sollte/kann es machen. Darf sich aber nicht erhoffen, dass die Privatengeschwindigkeitsvorteil auch im Büro erzielt werden.

  • Thomas Hollmann
    03.02.2014 16:45 Uhr

    Hallo,

    ich habe seit November SSD-Laufwerke mit viel Cache im Betrieb. Es ist so, wie Admin inistrator es beschrieben hat. Die Datev-Programme sind sehr datenbankintensiv. Hier ist kaum ein Geschwindigkeitsvorteil bemerkbar. Für den täglichen Ablauf waren meine Erwartungen größer. Aber die Programminstallation ist unglaublich schnell und die Geräte sind deutlich leiser und geben weniger Wärme ab. Meine Empfehlung: Auf die Gewährleistung achten. SSD´s mit eingeschränkter Gewährleistung sind billiger.

    Ich suche noch ein Programm um die "Lebenszeit" der SSD´s prognostizieren zu können, um vor einem Ausfall einen Austausch durchzuführen.

    Viele Grüße

    Thomas Hollmann

  • Uli Wurst
    03.02.2014 20:23 Uhr

    ich kann aus meinen Versuchen der letzten Monate die Datevprogramme zu beschleunigen dazu folgendes sagen:

    SSDs in PCs/Laptops verwenden wir inzwischen als Standard, die Performanceverteile sind deutlich. Egal ob Datev drauf ist oder ein Laptop als Terminalserver-Client verwendet wird.

    SSDs im Terminalserver haben absolut gar nichts gebracht.

    SSDs im Fileserver (vorher 8x 300 GB SAS 10k Laufwerke als RAID5, nachher 4x 256 GB SSDs als RAID5) haben keinen nennenswerten Effekt gehabt (ausser dass der Fileserver in knapp zwei Sekunden Windows gebootet hat, ist zwar eindrucksvoll, bringt uns aber auch nicht weiter).