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Ausgabe SEPA Lastschriften

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    Einträge 1-15 / 17

    Seite 1 von 2

  • Karsten Pfeiffer
    13.12.2013 17:23 Uhr

    Hallo DATEV,

    haben Sie den Kollegen von Zahlungsverkehr die Fristigkeiten bei einer Erstlastschrift nicht erklärt?

    Zunächst zur Info: Wir schreiben das Jahr 2013 und befinden uns im Dezember. Es gibt Anwender, die sind schon gut auf SEPA vorbereitet und wollen im Dezember 2013 Lastschriften im SEPA Format bei der Bank einreichen (die späte Auslieferung der notwendigen Programmkomponenten konnte dies nicht verhindern). Bekanntermaßen haben wir so gegen Ende Dezember eine Reihe von Feiertagen (komischerweise jedes Jahr wiederkehrend). SEPA Einreichungen werden nach Bankarbeitstagen berechnet. Soweit der allgemeine Kenntnisstand.

    Also Rechnung geschrieben, als Erstlastschrift wird es dank der Mandatsverwaltung im RZ erkannt und die Prenotifikation und das Belastungsdatum (falsch) berechnet. Getrickst, und das richtige Datum wird in der Rechnung angedruckt. Dann aus der EO den Zahlungsdatensatz in Zahlungsverkehr übergeben und von dort dann den Wunsch gehabt eine Datei auszugeben (ich weiß, es war mutig, aber einmal hat es geklappt). Was kam war die Hinweismeldung #ZK13612 "Der Zahlungsauftrag liegt zu weit in der Zukunft (max. akt. Datum +14 Tage)!). Daraus geschlossen, Ausführungstermin minus 14 Tage ist Ausgabetermin. Termin mittels Kalender und Finger ;-) ermittelt und mit dem von SEPA vorgegebenen Termin verglichen. Was konnte ich feststellen? Die nach SEPA vorgeschriebene Einreichung muss spätestens 16 Kalendertage vor dem Ausführungstermin bei meiner Bank eingereicht werden.

    Und nun?

    Zum Glück habe ich meine Finger nicht nur zum Rechnen, ich kann auch in meinem Banking Programm manuell eine Lastschrift erfassen um mein Geld zu bekommen. Da merkt man die Vorteile der Mandatsverwaltung im RZ; alle fühlen sich so geborgen und wenn was schief geht merkt es keiner.

    Insoweit: gut geschlafen, liebe Programmverantwortlichen.

  • Uwe Lutz
    14.12.2013 12:03 Uhr

    Hallo Herr Pfeiffer,

    verwechseln Sie hier nicht die Frist für die Pre-Notification und den Einreichungstermin bei der Bank?

    Die Pre-Notification muss -sofern nichts Abweichendes vereinbart wird- 14 Tage vor Einzug erfolgen.

    Der Einreichungstermin bei der Bank ist anhängig davon, um was für eine Lastschrift es sich handelt:

    1. Erstlastschriften im Regelfall 6 Tage vor Fälligkeit
    2. Folgelastschriften im Regelfall 2 Tage vor Fälligkeit
    3. Firmenlastschriften (Erst- und Folge) im Regelfall 2 Tage vor Fälligkeit
    4. COR1-Lastchriften (Erst- und Folge) im Regelfall 2 Tage vor Fälligkeit

    Die Lastschriften müssen 5 bzw. 1 Tag vor Fälligkeit bei der Bank des Gläubigers vorliegen. Im Regelfall reicht es den Banken aus, wenn dies einen Tag vorher bei Ihrer Hausbank vorliegt. Dies müssten Sie aber mit Ihren Banken klären, ob diesen 1 Tag ausreicht oder mit welcher Frist dies eingereicht werden muss.

    Viele Grüße
    Uwe Lutz

  • Karsten Pfeiffer
    14.12.2013 17:09 Uhr

    Hallo Herr Lutz,

    das Thema haben Sie nicht verstanden. Hinweis auf der Internetseite eine Deutschen Sparkasse

    "Die maximale Vorlauffrist für die Einreichung von SEPA-Lastschriften wird für die letzten Wochen des Jahres 2013 von 14 auf 17 Kalendertage erhöht, da aufgrund der Weihnachtsfeiertage weniger Einreichungstage zur Verfügung stehen. Dadurch haben unsere Kunden die Möglichkeit, die Anfang Januar 2014 auszuführenden Lastschriften in einem größeren Zeitfenster bei der ... einzureichen. "

    Also muss DATEV den Zahlungsträgersatz auch rechtzeitig ausgeben können. Oder?

    Viele Grüße

    K. Pfeiffer

  • Uwe Lutz
    14.12.2013 17:38 Uhr

    Hallo Herr Pfeiffer,

    ich gebe zu: Dieses war mir so neu. Ich habe dies aber aus Ihrem ersten Posting auch nicht rauslesen können, da Sie schrieben: "Die nach SEPA vorgeschriebene Einreichung muss spätestens 16 Kalendertage vor dem Ausführungstermin bei meiner Bank eingereicht werden."

    Eine Verpflichtung zur vorherigen Einreichung gibt es aber nicht.

    Ob DATEV eine Anpassung des Programms vornehmen sollte, weil einzelne Banken die Anzahl der Tage einmalig verlängern, ist dann eine andere Frage. Ein Muss sehe ich darin nicht - dürfte jetzt auch so kurzfristig schwieriger werden. Nur wenn dies häufiger vorkommt wird m.E. eine Anpassung des Programms notwendig.

    Viele Grüße
    Uwe Lutz

  • Karsten Pfeiffer
    14.12.2013 18:14 Uhr

    Hallo Herr Lutz,

    so Feiertag wie Ostern, Weihnachten oder Pfingsten kommen ja immer rein zufällig um die Ecke. Daher muss DATEV die Ausgabe anpassen, sonst gehen, zumindest in diesem Jahr, die Erstlastschriften in die Hose!

    Die Verpflichtung zur Einreichung ergibt sich schlicht aus den SEPA Vorgaben. Und die sagen eindeutig, dass der Datensatz bei Erstlastschriften 5 Bankarbeitstage vor Fälligkeit bei der Bank des Gläubigers sein muss. Dann kommt ein Bankarbeitstag der eigenen Bank dazu und wir sind bei 6 Bankarbeitstagen. Jetzt kommen die Feiertage und schon sind wir bei den entsprechenden Kalendertagen. Außerdem erlauben die meisten Banken eine Einreichung bis zu 5 Bankarbeitstagen vor Weiterleitung an die Bank des Gläubigers. Und da will mir DATEV Vorschriften zur Ausgabe meiner Datensätze machen?

    Der Fehler muss ausgebaut werden; und zwar Gestern!!!!!!!

    Viele Grüße

    K. Pfeiffer

  • Uwe Lutz
    14.12.2013 18:37 Uhr

    Hallo Herr Pfeiffer,

    wenn ich also eine Erstlastschrift zum 02.01.2014 einziehen will, muss ich die Einzüge bei 6 Bankarbeitstagen vorher spätestens am 18.12.2013 bei der Bank einreichen. Und das sollte mit dem DATEV-Programm möglich sein.

    Und auch Ihre Bank schreibt nach Ihrem Zitat, dass die MÖGLICHKEIT eines größeren Zeitfensters eingeräumt werden soll.

    Wenn dies regelmäßig vorkommt: Änderung sollte programmiert werden. Wenn dies was einmaliges ist oder nur einzelne Banken dies anbieten, sehe ich keinen Zwang.

    Viele Grüße
    Uwe Lutz

    Für die Einzüge würde ich auf jeden Fall das COR1-Verfahren mit verkürzter Vorlaufzeit empfehlen. Dann könnten Sie die Ersteinzüge sogar bis zum 27.12.203 bei Ihrer Bank einreichen.

  • Karsten Pfeiffer
    14.12.2013 18:42 Uhr

    Hallo Herr Lutz,

    DATEV Zahlungsverkehr erlaubt die Ausgabe des Datensatzes aber frühestens zum 19.12.2013.

    Aktueller Tag + 14. Und nun?

    Viele Grüße

    K. Pfeiffer

  • Uwe Lutz
    15.12.2013 13:40 Uhr

    Hallo Herr Pfeiffer,

    da habe ich mich nun doch tatsächlich verzählt...

    Also gut, hier sollte nachgebessert werden.

    Empfehlung bleibt aber: Nutzen Sie die COR1-Lastschriften. Das macht die Vorlaufzeit deutlich entspannter.

    Viele Grüße
    Uwe Lutz

  • Frank Konewka
    16.12.2013 10:11 Uhr

    Hallo NG,

    kurze Frage an die NG zu den COR1-Lastschriften:
    Wie machen Sie die Frist bei den Mandanten bekannt?
    - Änderung der Allg. Auftragsbedingungen und Aushang in Kanzlei?
    - Oder Hinweis an jeden Mandanten einzeln?

    Die erste Variante führt ja dazu, dass man für alle Mandanten die gleiche Frist hat, was unflexibel wäre.

    Freue mich von Ihren Erfahrungen zu hören.

    Viele Grüße
    Frank Konewka

  • Karsten Pfeiffer
    18.12.2013 08:30 Uhr

    Eigentlich sollte die SEPA Umstellung Chefsache sein, bei DATEV wurde der Job offensichtlich auf Aushilfskräfte delegiert. Anders kann man diese Sammlung von Peinlichkeiten nicht mehr zusammenfassen!

    DATEV hatte 2 volle Tage Zeit zu reagieren.

  • Uwe Lutz
    18.12.2013 08:52 Uhr
    Zitat von Frank Konewka

    Wie machen Sie die Frist bei den Mandanten bekannt?
    - Änderung der Allg. Auftragsbedingungen und Aushang in Kanzlei?
    - Oder Hinweis an jeden Mandanten einzeln?

    Hallo Herr Konewka,

    die COR1-Lastschriften ändern gegenüber dem Mandanten nichts. Lediglich die Einreichungsfrist bei der Bank wird auf im Regelfall 2 Arbeitstage (sowohl für Erst- als auch für Folgelastschriten) reduziert.

    Auf die vereinbarte Frist für die Pre-Notification hat dies keinen Einfluss. Sie haben aber mehr Zeit, die Lastschriften einzureichen. Es kann dann mit den einzelnen Mandanten eine kürzere Frist -sofern gewünscht- vereinbart werden und dann auch entsprechend eingezogen werden.

    Wir selbst bleiben zunächst bei der 14-tägigen Pre-Notification. Dies entspricht ungefähr auch der Zeit, zu der wir aktuell die Einzüge durchgeführt haben. Somit ändert sich für uns am Zeitablauf dadurch wenig.

    Viele Grüße
    Uwe Lutz

  • Karsten Pfeiffer
    18.12.2013 09:21 Uhr

    Hallo Herr Lutz,

    manchmal bin ich etwas altmodisch und bleibe erst mal bei dem, was angedacht ist bis es rund läuft. COR1 ist ein schneller Nachschuss in den ich mich erst einmal einlesen muss, aber man hat ja jetzt Zeit im Überfluss.

    Im Übrigen habe ich gerade mit meiner Hausbank telefoniert und mir wurde meine Auffassung bestätigt.

    Weitere Diskussion über hätte, könnte etc. überflüssig, DATEV hat Mist gebaut und sollte diesen zügig bereinigen. Aber wie Sie erkennen tauchen die Verantwortlichen komplett ab.

    DATEV hätte alles schon wissen können hier steht alles drin. Und sage mir keiner DATEV hätte darauf keinen Zugriff ;-)

    K. Pfeiffer

  • Frank Konewka
    18.12.2013 14:48 Uhr

    Hallo Herr Lutz,

    vielen Dank für Ihren Beitrag - somit ist alles klar.

    MfG
    Frank Konewka

  • Karsten Pfeiffer
    10.12.2014 14:36 Uhr

    Hallo DATEV,

    wir schreiben den 10.12.2014 und bei der Berechnung der Bankarbeitstage hat sich immer noch nichts getan!

    DATEV Berechnung 10.12.2014 + 10 Bankarbeitstage = 24.12.2014.

    Liebe DATEV, falls es immer noch nicht aufgefallen sein sollte: Der 24.12. und der 31.12. sind zwar Target2 Tage, in Deutschland wird das aber nichts mehr mit Bankarbeitstagen, also kann ich auch keinen SEPA Einzug auf diesen Tag setzen. Oder arbeitet die DATEV Bank am 24.12.?

    Da ich als Anwender in einer Produktivumgebung natürlich nicht jedes Update auf diesen Fehler abklopfen kann bleibt einem doch das Überraschungsmoment.

    Aussitzen gilt im Übrigen nicht, nächstes Jahr ist wieder Weihnachten, kommt erfahrungsgemäß immer überraschend, aber bis dahin sollte dann SEPA einigermaßen fehlerfrei und ohne Denksportaufgabe funktionieren. Oder etwa nicht?

    Viele Grüße

    K. Pfeiffer

  • Sabine Popp
    20.01.2015 08:58 Uhr

    Sehr geehrter Herr Pfeiffer,

    wir richten uns nach den öffentlich herausgegebenen Target Tagen:

    Zu TARGET-Tagen zählen alle Tage, an denen Kreditinstitute SEPA-Zahlungen bearbeiten. Neben Samstagen und Sonntagen sind auch folgende einheitliche Feiertage keine TARGET-Tage:

    Neujahr
    Karfreitag
    Ostermontag
    1. Mai / Tag der Arbeit
    1. und 2. Weihnachtsfeiertag

    Bitte klären Sie mit Ihrer Bank ab wie mit Einreichungen am 24.12 und 31.12 umgegangen wird.


    Mit freundlichen Grüßen
    Sabine Popp
    Produktmanagement und Service
    Zahlungsverkehr
    DATEV eG