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Kanzlei-Rechnungswesen OPOS-Export auf andere Mandantennummer

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    Einträge 1-15 / 15

    Seite 1 von 1

  • Natalia Zimmermann
    24.08.2015 15:49 Uhr

    Sehr gehrte Damen und Herren,

    ich habe folgenden Sachverhalt:
    Mann/Unternehmer stirbt am 09.08.2015
    Erbin Ehefrau?
    Demnächst kommt zu uns Buchhaltung für August.
    Muss man neue Mandantennummer in Kanzlei-Rechnungswesen ab 10.08.2015 anlegen?

    Wenn die Erbin tatsächlich die Ehefrau ist, aus ESt & USt Gründen würde ich sagen nicht. Aus ErbSchSt aber schon.

    Es handelt sich um Bilanzierer, Istversteuer und OPOS. Ich weiß nicht wie ich richtig die OPOS-Liste von einer Mandantennummer in die andere Mandantennummer einpflege. Manuell 10000/9009? Was ist dann mit dem Rechnungsdatum und Fälligkeit?

    Außerdem kann man elektronische Kontoumsätze (über DATEV-Rechenzentrum) von der alten auf die neue Mandantennummer umswitchen?

    Kennt jemand zufällig eine elegante Datev-Lösung über irgend-ein Export für OPOS und elektronische Kontoumsätze?

    Mit freundlichen Grüßen

    Natalia Zimmermann

  • p seibl
    26.08.2015 00:06 Uhr

    Hallo Frau Zimmermann,

    aus meiner Sicht ist der umsatzsteuerliche Unternehmer ab 10.8. auch nicht mehr der verstorbene sondern dessen Ehefrau. Somit muss ab 1o.8. auf einer neuer Mandantennummer weitergebucht werden

    Buchungssätze können jederzeit exportiert werden und auch die Kontoumsätze können unter einer anderen Mandantennummer fortgeführt werden.

    ich habe dies auch mal gehabt, ist zwar schon etwas her, aber ich habe den Stapel dann für den Monat komplett gemacht und dann exportiert und die Buchungen entsprechend gelöscht

    aber sichern sie sich den Bestand auf jedenfall weg bzw. den ganzen stapel, ist er mal gelöscht und kommt es zu Probleme kann man den Bestand rücksichern ....

    ich hoffe ich konnte es kurz umreißen und sie kommen mit der ersten Hilfeleistung zurecht.

    Gruß
    seibl

  • Natalia Zimmermann
    26.08.2015 13:22 Uhr

    Vielen Dank Herr Seibl,

    mit dem Sichern und exportieren das kann ich. Mein Problem ist die OPOS-Liste. Ich möchte die OPOS-Liste mit ein paar Klicks exportieren und bei der neuen Mandantennummer importieren. Rechnungsdatum und Fälligkeit sollten gleich bleiben. Ich weis nicht wie das funktioniert. Eine Lexinform Dokumentennummer mit Beschreibung wäre nicht schlecht.

    Zweites kleineres Problem sind die elektronische Kontoumsätze. Ich würde die gerne bei der Datev umswitchen, ohne das ich das Formular neu bei der Bank einreiche. z.B. beim Lohnbuchungsbeleg kann ich bei der Stapelverarbeitung Postversandaten Mandantennummer und Beraternummer ändern. So was für elektronische Kontoumsätze via Datev wäre nicht schlecht. Außerdem hätte ich gerne weiterhin bei der neuen Mandantennummer die Finanzbuchhaltungsauswertung/Bankkontoumsätze zum z.B. Anschauen und ausdrucken.
    Mit dem neuen Bankformular für elektronische Kontoumsätze würde das gehen, dann muss ich meine Mandantin wieder alles erklären, warum ich das brauche. Die Frau hat genug zu tun, ich möchte den Übergang für sie so leicht wie nur möglich machen.

    Die Herren und Damen von der Datev hätten Sie vielleicht einen Vorschlag.

    Mit freundlichen Grüßen

    Natalia Zimmermann

  • Willi Müller
    26.08.2015 13:36 Uhr

    Hallo Frau Zimmermann,
    warum buchen Sie nicht einfach auf der alten Mandantennr. weiter? Wenn Sie das Ergebnis abgrenzen wollen, können Sie einen Zwischenabschluss erstellen und auch die Jahres USt-Werte zwischen Ehemann und Ehefrau (grob) aufteilen. Dem Finanzamt ist das in der Regel schnuppe, wenn die USt insgesamt stimmt. Und wenn es kein allzu großes Unternehmen ist, haben Sie wegen der ErbSt auch keine Probleme, so dass insoweit auch das Finanzamt entspannt sein dürfte.
    Schöne Grüße
    Willi Müller

  • Natalia Zimmermann
    26.08.2015 15:55 Uhr

    Hallo Herr Müller,

    im Zeitalter der Datenübermittlung ist es dem FA nicht egal. Es gibt neue St.Nr. Für 2015 müssen 2 GewSt, 2 USt abgegeben werden. Das habe ich mit FA schon abgeklärt.
    Wenn schon alles doppelt abgegeben sein muss, möchten wir auch im Kanzlei-Rechnungswesen eine saubere Trennung machen. Eine Zwischenbilanz kann ich nur zum Monatsende erstellen und nicht z.B. 01.01-09.08.2015.

    Mit freundlichen Grüßen

    Natalia Zimmermann

  • Christian Wielgoß
    26.08.2015 16:42 Uhr

    Hallo Frau Zimmermann,

    abhängig von der Rechtsnachfolge und der durchzuführenden Bewertung könnte auch folgender Ansatz für Sie interessant sein:

    1. Der Rechnungswesen-Bestand bleibt gleich.
    2. Geben Sie in 2015 das WJ-Ende 09.08.2015 ein.
    3. Anschließend führen Sie eine Jahresübernahme durch mit WJ-Beginn 10.08.2015 und WJ-Ende 31.12.2015 durch. In diesem (Rumpf-)Wirtschaftsjahr ist die Ehefrau dann die Unternehmerin.

    In den nicht programmspezifischen Stammdaten können Sie den neuen Unternehmer und andere Angaben, z. B. Steuernummer, durch die historischen Felder abbilden.

    Hier würde ich allerdings, sofern genutzt, vom Mandantentyp Einzelunternehmer absehen und den Zentralen Mandanten auf den Typ Unternehmen/Vereinigung umstellen.

    Sollte in Ihrem Fall § 6 Abs. 3 EStG Anwendung finden, wäre bei diesem Lösungsansatz auch gewährleistet, dass das Anlagevermögen sowie die übrigen Wertansätze zum 09.08.2015 fortgeführt werden können.

    Viele Grüße

    Christian Wielgoß

  • Florian Mayer
    26.08.2015 16:47 Uhr

    Wie läuft das eigentlich wenn man einfach die Mandantennummer ändert weil man einfach die Nummern neu strukturiert? Oder muss man da etwa auch die Übermittlung der Bankdaten neu anfordern?

    Und wäre es eventuell eine Möglichkeit die Ehefrau auf der alten Nummer laufen zu lassen und den verstorbenen Ehemann zu sichern und auf eine neue Nummer einzuspielen? So würde das Programm ja glauben die Ehefrau sei noch der "alte" Mandant und würde alles wie bisher weiterlaufen lassen, oder?

  • Christian Wielgoß
    26.08.2015 16:57 Uhr

    Hallo Herr Mayer,

    dafür ist erst einmal zu unterscheiden, welche Nummer (Ordnungsbegriff) geändert werden soll. Die Änderung einer Zentralen Mandantennummer (im Arbeitsplatz) ist i. d. R. unproblematisch, da dadurch die Ordnungsbegriffe des Mandanten in den jeweiligen Programmen nicht geändert werden.

    Bei der Änderung der Mandantennummer im Rechnungswesen kommt es darauf an, woher die Umsatzdaten stammen. Nutzen Sie die RZ-Bankinfo muss die neue Nummer (der Ordnungsbegriff) dort auch umgeswicht werden. Das gilt bei Nutzung des RZ auch für die dort gespeicherten Bestände.

    Salopp ausgedrückt: Von der Änderung der Ordnungsbegriffe in den so genannten leistungserstellenden Programmen nur aus "ästhetischen" Gründen würde ich immer absehen, da der dadurch entstehende Aufwand meist in keinem Verhältnis steht....

    Viele Grüße

    Christian Wielgoß

  • Natalia Zimmermann
    26.08.2015 20:06 Uhr

    Hallo Herr Wielgoß,

    vielen Dank für Ihre Anregung. Ich habe nicht gedacht, dass so eine Jahresübernahme funktionieren kann. Auf die Idee bin ich einfach nicht gekommen. Ich habe schon in anderen Fällen wegen der Betriebsaufgabe in Rewe das WJ begrenzt. Wie das geht weiß ich. Aber das nach einer WJ-Begrenzung noch eine Jahresübernahme möglich ist, habe ich nicht gewusst. Das werde ich demnächst ausprobieren. Haben Sie das schon mal gemacht?

    Mit freundlichen Grüßen

    Natalia Zimmermann

  • eine Idee
    26.08.2015 20:26 Uhr

    Es wäre überlegenswert, die Buchhaltung incl. Vorjahre auf eine separate Mandantennummer zu kopieren, um dort die Abgrenzungen vorzunehmen.

    Auf der alten Nummer wird _ohne_ spezielle Jahresübernahme, aber mit zwei August- Vorläufen normal weitergebucht, damit in Zukunft (ab Folgejahr) auf der alten Nummer saubere Vorjahreswerte, Zeitreihen und funktionierende Programmverbindungen bestehen bleiben.

    Auf der neuen Nummer wird eingespielt:
    - Vorjahr komplett
    -> Jahresübernahme
    - Einkopieren aller Vorläufe bis Todesdatum -> Bilanzbericht
    - Jahresübernahme & Einkopiern der restlichen Vorläufe -> Bilanzbericht II

  • Christian Wielgoß
    27.08.2015 07:48 Uhr

    Hallo Frau Zimmermann,

    ja, ich habe das neulich im Rahmen einer Übertragung unter Ehegatten so im Programm nachvollzogen. In den Stammdaten sowie in der Anlagenbuchführung sind einige Besonderheiten zu beachten, aber das hat gut geklappt.

    In dem Fall war das Buchwertprinzip zu beachten, Änderungen an den Buchwerten des Rechtsvorgängers waren auf diese Weise ohne größeren Aufwand beim Rechtsnachfolger vorhanden.

    Letztendlich besteht hier nur einiger Aufwand bei der Umstrukturierung der Zentralen Mandantendaten.

    Im Zweifel sollten Sie den Programmservice kontaktieren. Falls für Sie diese Lösung in Frage käme, bitte bei der Anlage der Buchungsstapel für den ersten Teil im August nicht den Zusammenhang "gebucht-bis und WJ-Ende" vergessen.

    Viele Grüße

    Christian Wielgoß

  • Natalia Zimmermann
    27.08.2015 14:29 Uhr

    Hallo Herr Wielgoß,

    vielen Dank für Ihre Idee. Die hat mir sehr geholfen und Zeit gespart.
    Ich habe alles gesichert. Danach die normale Mandantennummer auf den 09.08.2015 begrenzt. Dann Jahresübernahme durchgeführt 10.08.2015 wird automatisch vorgeschlagen, man muss nur 31.12.2015 bei "bis" eingeben, sonst bekomme ich abweichendes Jahr anstatt Rumpf-WJ.

    Durch die Jahresübernahme wird Anlag, OPOS automatisch übernommen.
    Damit die Kontoumsätze wieder da sind in der Auswertung Finanzbuchführung/Bankkontoumsätze muss man die Daten wie immer holen.

    Das einzige Problem, dass ich jetzt noch habe: in beiden rewe's wird die neue Steuernummer angezeigt.
    Ich weis im Moment nicht, wie ich es schaffen soll, dass im alten Rewe bis 09.08.15 die alte Steuernummer angezeigt wird. Somit kann ich die USt-VA nicht mit der rechten Maustaste direkt aus Rewe übermitteln. Stammdaten habe ich nochmal geschaut, finde nichts ungewöhnliches. Falls Sie noch eine Idee hätten, können Sie gerne mitteilen. Als Alternative kann ich auch Elsteronline benutzen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Natalia Zimmermann

  • Christian Wielgoß
    28.08.2015 09:27 Uhr

    Hallo Frau Zimmermann,

    bei meinem Fall war es zum Glück etwas einfacher, da der Übergang zum Monatsende/Monatsanfang erfolgte.

    Für die Übermittlung der UStVA müsste die Gültige FA-Verbindung in den Stammdaten manuell vor der Übermittlung geändert werden (Kontrollkästchen USt-FA).

    Das Problem in Ihrem Fall wird allerdings eher bei der Ermittlung der USt-Werte liegen, da in der UStVA für August (Ehefrau) auch die USt-Werte bis zum 10.08.2015 enthalten sind. Die Zusammensetzung der UStVA für August können Sie zwar in der Auswertung USt-Voranmeldung mit der Auswertungsart Jahresübersicht (Wirtschaftsjahr) feststellen, jedoch nicht getrennt übermitteln.

    In diesem Fall würde ich tatsächlich die UStVA für August manuell z. B. mit den DÜ-Formularen Rechnungswesen, übermitteln.

    Alternativ könnte auch das Wirtschaftsjahr vom 10. August 2015 auf eine eigene Mandantennummer überführt werden, das führt dann aber zu Mehraufwand z. B. bei den elektronischen Bankkontoumsätzen.

    Viele Grüße

    Christian Wielgoß

  • Natalia Zimmermann
    28.08.2015 16:01 Uhr

    Hallo Herr Wielgoß,

    die USt-VA August bis 09.08.2015 übermittle ich einfach mit Elster. Das größte Problem ist die E-Bilanz 01.01.-09.08.2015 und 10.08.-31.12.2015 wenn in Kanzlei-Rechnungswesen jetzt gleich die neue St.Nr. vorgeschrieben wird, dann kann ich später keine zwei E-Bilanzen mit gleichen Steuernummer übermitteln.
    Wie sehen Sie das?

    Ich habe im Datev Arbeitsplatz/Unternehmen bei Adresse und Finanzamt:

    die Gültigkeit der alten Adresse bzw. St.Nr. bis 09.08.2015 begrenzt und bei der neuen Adresse bzw. neuer St.Nr. Gültigkeit ab 10.08.2015 eingegeben.
    In anderen Fällen hat das immer funktioniert.


    Könnte sich auch die Datev mal äußern?

    Mit freundlichen Grüßen
    Natalia Zimmermann

  • Christian Wielgoß
    28.08.2015 17:51 Uhr

    Hallo Frau Zimmermann,

    bei der E-Bilanz gilt das gleiche wie bei der UStVA. Hier müssten Sie im Rahmen der Übermittlung der E-Bilanzen jeweils die Gültigkeit der Steuernummer ändern. Für die Festlegung der Steuernummer können Sie im E-Bilanz-Assistenten die Absprungmöglichkeit in die Stammdaten nutzen. Die Übermittlung beider E-Bilanzen ist also möglich.

    Der Unternehmensname mit Gültigkeitszeiträumen wird richtig berücksichtigt.

    Das "Hauptproblem" ist letztendlich die USt, hier muss etwas gerechnet werden. Wie bei der UStVA ermittelt die Programmverbindung zum Steuerprogramm (richtigerweise) den gesamten Kalenderjahreswert, die USt-Werte müssen also aufgeteilt werden, was aber mit den Auswertungen zur UStVA (Jahresübersicht) praktisch ziemlich flott geht.

    Viele Grüße

    Christian Wielgoß