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    Einträge 1-6 / 6

    Seite 1 von 1

  • Ronald Kohls
    26.08.2015 12:21 Uhr

    Guten Tag,

    ich habe soeben die Möglichkeit der Parallelen Datenanpassung entdeckt und möchte etwas mehr über die technischen Hintergründe wissen.

    Vorweg, ich bin kein Fachmann für SQL. Ich möchte nur wissen ob das Verfahren sicher ist. Es ist ja so dass letztendlich mehrere Rechner Schreiboperationen auf die gesamten Datenbanken durchführen und die Frage ist ob die Konsistenz dabei stets gewährleistet bleibt oder Risiken über die "normale" Einzel-Datenanpassung hinaus bestehen.

    Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen,
    Ronald Kohls

  • Christian Ockenfels
    26.08.2015 17:04 Uhr

    Hallo Herr Kohls,

    ist kein Problem. Bei der parallelen Datenanpassung geht es um die Verteilung der anzupassenden Datenbanken auf die teilnehmenden Rechner/Server.
    D.h. es wird festgestellt, welche Datenbanken anzupassen sind und in einem Pool zur Anpassung bereitgestellt. Die teilnehmenden Rechner/Server nehmen sich aus diesem Pool eine Datenbank und passen diese an. Der nächste Rechner/Server nimmt die nächste Datenbank aus diesem Pool.

    Somit beschäftigt sich immer nur EIN Rechner/Server mit EINER Datenbank! Es wird keine Datenbank von mehreren Rechnern/Servern angepasst!

    Bei diesem Verfahren können somit mehrere Datenbanken zeitgleich angepasst werden. Nadelöhr wird dann evtl. der FileServer, da dieser dann von mehreren Rechnern/Servern mit SQL-Anfragen belagert wird. Dies hängt aber von der Hardware für den FileServer ab (oder zugewiesenen Ressourcen, wenn Virtualisierung im Spiel ist).

    Letztendlich funktioniert es ohne Probleme, bei uns konnten deutliche Zeitersparnisse eingeholt werden, da wir mit 8 Terminalservern insgesamt 67 Datenbank in überschaubarer Zeit angepasst haben.
    Und der FileServer hat sich bei uns lediglich zu 50% ausgelastet gefühlt...

    Gruß

    Christian Ockenfels

  • Ronald Kohls
    27.08.2015 11:46 Uhr

    Hallo Herr Ockenfels,

    vielen Dank für die ausführliche Erklärung. Die Verteilung ein Rechner für eine Datenbank und eben nicht alle für alle war der entscheidene Hinweis. Somit sind meine Befürchtungen haltlos.

    Viele Grüße,
    Ronald Kohls

  • Martin Eichelmann
    03.09.2015 08:57 Uhr

    Lohnt sich das bei jedem System - wir haben 1 Fileserver, Kommserver und den Arbeitsserver sowie 11 Arbeitsplatzrechner?

  • Martin Kolberg
    03.09.2015 10:19 Uhr

    Hier stand es nicht zur Diskussion, da es völlig egal ist, wie lange die unbeaufsichtigten Aktionen ablaufen.

    Unsere Vorgehensweise:

    Per Remote- Anschaltung:
    1. Kopieren der DVDs auf ein Netzlaufwerk
    2. Inst. Manager: Pfade einstellen & Rechte abrufen
    3. File- Serverinstallation (ohne Datenanpassung)
    -> (muß abgewartet werden, geht aber relativ schnell)
    4. Master- Arbeitsplatz Installation gestartet (Setup.exe)
    -> (muß abgewartet werden, geht aber relativ schnell)
    5. Inst. Manager "Netzwerkinstallation" gestartet
    -> Dauert Stunden, läuft vollautomatisch

    6. In Kanzlei gefahren und alle PC eingeschaltet
    -> Alles läuft vollautomatisch
    7. Per Rempte PC überprüft und ausgeschaltet.

    Die parallele Datenanpassung würde erfordern, daß die betroffenen PC physikalisch eingeschaltet sind und bereits das Programmupdate bekommen haben.

    Ich bevorzuge die Dreiteilung:
    1. Server Update & Test mit Neustart, OK: dann:
    2. MasterPC: Update & Datenanpassung & Test OK: dann:
    3. Rest der Kanzlei updaten.

    So besteht die Möglichkeit, bei einem Problem bei der Installation oder bei der Datenanpassung den Server auf den Vortagesstatus zurückzusichern und die restlichen Arbeitsplätze funktionieren.

  • Christian Ockenfels
    03.09.2015 13:18 Uhr

    Hi,

    Zitat von Martin Eichelmann

    Lohnt sich das bei jedem System

    Die Frage ist, welche Systeme stehen nach dem Update zur Verfügung. Bei uns sind es alle Terminalserver, die rennen Tag und Nacht durch. Denkbar ist KommServer & Admin-PC. Wenn die restlichen Rechner erreichbar sind, spricht nichts dagegen noch mehr ins Boot zu holen.

    Zitat von Martin Kolberg

    Die parallele Datenanpassung würde erfordern, daß die betroffenen PC physikalisch eingeschaltet sind und bereits das Programmupdate bekommen haben.

    Korrekt, die Datenanpassung wird auch nur dort gestartet, wo die kompletten Updateinstallationen gelaufen sind (wie bei dem Admin-PC). Und das Einschalten kann via WOL erfolgen. Somit würde die Fahrt in die Kanzlei entfallen...

    Zitat von Martin Kolberg


    Ich bevorzuge die Dreiteilung:
    1. Server Update & Test mit Neustart, OK: dann:
    2. MasterPC: Update & Datenanpassung & Test OK: dann:
    3. Rest der Kanzlei updaten.

    Letztendlich kommt es auch auch die eigene Bereitschaft an, wieviel Zeit ein Jeder bei den Updates opfern möchte. Zudem hat mit Sicherheit jeder Admin seine eigenen "Macken", mit denen er die Updates entsprechend umsetzt...
    Ich/wir führen Updates/Neuinstallationen immer benutzerdefiniert durch. Ich/wir wollen sehen, was der Assistent so vor hat. Auch gibt es bei uns keine Installationsoptimierung auf dem FileServer (der ist und bleibt FilesServer, sonst nichts).
    Ein automatischer Abfruf von Updates, Hotfixes, etc. kommt mir erst recht nicht ins Haus. Kontrolle ist hier alles...

    Die parallele Datenanpassungen haben wir seit Jahren praktiziert (manueller Aufruf an mehreren TS). Das funktionierte in den vergangenen Jahren ohne Probleme. Und bei über 100 Datenbanken ist eine Menge Zeit drin.

    Gruß
    Chr.Ockenfels

    P.S. Die "Macke" nicht persönlich nehmen, habe selber genug davon... ;-)